Mein Jahr in Deutschland war richtig toll!

Ich bin Gantushig Batkhuu und jetzt 18 Jahre alt. Ich komme aus Ulaanbaatar – der Hauptstadt der Mongolei mit 1,5 Millionen Einwohnern. Ich bin das erste Mal in Europa.

Schüleraustausch Deutschland-Mongolei

Mein erstes Halbjahr habe ich bei Familie Krause (Harald, Katrin und die zwei Kinder Sara und Benjamin) in Adenbüttel verbracht. Das ist ein kleines Dorf 20 km entfernt von Braunschweig. Meine Gastschule war dort das Lessing-Gymnasium.

Am Anfang musste ich zweimal am Tag zur Schule gehen

Als ich nach Deutschland gekommen bin, konnte ich fast gar nicht Deutsch sprechen. Deshalb musste ich zur Volkshochschule gehen, einen Sprachkurs machen. Ich  musste also jeden Tag zwei Mal zur Schule gehen: vormittags von 8.00 Uhr bis 12.25 Uhr ins Lessing-Gymnasium, dann eine halbe Stunde mit der Bahn zur VHS fahren, von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr hatte ich Sprachkurs.

Schüleraustausch Deutschland-Erfahrungsbericht Mongolei

Nach dem Sprachkurs haben meine Gasteltern mich abgeholt. Um 19.00 Uhr war ich wieder zu Hause. Dann haben wir alle zusammen Abendbrot gegessen und dann musste ich wieder Hausaufgaben machen. Aber das war nicht ganz schlimm. Von Januar bis Mai hatte ich Sprachkurs, dann war er beendet.

Ausflüge mit der Gastfamilie am Wochenende

An einem Wochenende haben wir zusammen eine Fahrradtour gemacht. Wir sind 30 km Fahrrad gefahren. Das war anstrengend, aber wir hatten Spaß. Und einmal sind wir nach Hamburg gefahren. Ich habe viel gesehen und meine Gasteltern haben über Hamburg viel erzählt. Wir waren dort in einem Miniaturmuseum. Da sind die Häuser, die Autos, die Bahn und die Leute miniklein. Das war supertoll!

Wir haben jeden Monat einen kleinen Urlaub gemacht. Nach Bonn, nach Hannover, nach Braunschweig. Am Wochenende sind wir oft zu den Eltern von Katrin zum Kaffeetrinken gefahren. Einmal war ich auf einer Goldenen Hochzeit – da war ich vorher noch nie. Das war ein großes Fest. Da waren ungefähr 200 Leute.

Von Juni bis August habe ich den ganzen Sommer bei meiner Tante in Rothenburg ob der Tauber verbracht. Das ist ein kleines wunderschönes Dorf wie im Märchen. Dort wohnen meine Tante und zwei Cousins. Den ganzen Sommer waren wir unterwegs und haben Spaß gehabt.

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Eine neue Zeit in Kreuzheide

Und Anfang August wusste ich, dass ich eine neue Gastfamilie kriege. Meine zweiten Gasteltern heißen Steffi und Steffen Schramm. Die Töchter Suri und Skadi sind drei und fünf Jahre alt. Ich bin hier auf das Gymnasium Kreuzheide von 8.00 bis 13.10 Uhr gegangen, wenn ich zehn Stunden hatte, dann bis 16.00 Uhr. Dann fuhr ich nach Hause mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. Das dauert nur eine halbe Stunde.

Zu Hause spiele ich manchmal mit den Kindern oder ich gehe etwas schlafen. Um 18.00 Uhr essen wir Abendbrot. Bevor wir essen, machen wir immer PIEP, PIEP – GUTEN APPETIT! (Haut rein Kinderlein, Cha Cha Cha, Hurra). Am Abend, wenn die Kinder im Bett sind, haben die Gasteltern und ich Feierabend. Wir gucken TV oder wir spielen WII. Steffen kann gut Tennis spielen, Steffi kann gut Bowling im WII spielen. Einen Tag haben wir ganz viel gespielt, dass alle am nächsten Morgen Rückenschmerzen hatten.

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Hamburg gegen Stuttgart

Wir waren mehrere Male in Pinneberg, dort wohnen Steffens Eltern. Einmal waren wir im HSV Stadion, das war supergeil. Wir waren zu fünft: Mein Gastvater, Skadi, ich und Steffens bester Kumpel Tobias und sein Sohn Thorge waren da. Wir haben HAMBURG gegen Stuttgart angeguckt – Hamburg hat gewonnen!

Manchmal kommt uns Steffis Mama besuchen und bringt immer etwas leckeren Kuchen mit. Skadi und Suri sind so süß, sie nennen mich manchmal Bruder! Am 27. Dezember war Skadis Geburtstag. Wir haben eine Piratenparty gemacht und Verstecken und Monster gespielt.

Treffen mit anderen Austauschschülern

In unserer Nähe wohnt Familie Ludwig. Da leben auch zwei Austauschschüler: Salyme aus Ecuador und Yann aus Frankreich. Wir gehen zusammen manchmal in die Disko, spielen zusammen Monopoly oder gehen zum Shopping.

Mein Jahr in Deutschland war richtig toll und richtig schnell vorbei. Aber ich hab viel gesehen und viel gelernt!

Gantushig Batkhuu aus der Mongolei war im Jahr 2010 mit ICX als Austauschschülerin bei Familie Krause in Adenbüttel und Familie Schramm in Kreuzheide.