Indiana – a half year everything a little bigger!

Bevor ich bei meiner permanenten Gastfamilie ankam, verbrachte ich meine erste Zeit in Amerika bei einer „Welcome Family“. Dann zog ich zu der Familie einer Freundin, die ich in der Schule kennengelernt hatte. Ab dem Moment fing mein Austauschjahr so richtig an!

Neben meiner Freundin hatte ich noch zwei weitere Gastgeschwister, einen jüngeren und einen älteren Bruder. Auch wenn Indiana eher ländlich strukturiert ist, hatte ich eine super Zeit. Meine Schule, die Brown County High School, war eher eine kleine Schule, aber dadurch konnte ich sehr schnell neue Freunde gewinnen. Auch wenn ich mit der Sprache am Anfang noch unsicher war – genau dafür war ich ja in den Staaten, um Englisch zu lernen. Das fanden auch meine Freunde. Sie haben mir immer geholfen, wenn mir mal das passende Wort fehlte. Das konnte manchmal richtig lustig sein, z.B. wenn ich versucht habe das Wort zu umschreiben und alle anderen geraten haben, was ich meinte.

Wichtig: eine funktionierende SIM-Card

Was für mich sehr wichtig war und am Anfang eine ganz neue Erfahrung, war die SIM-Karte für das Handy. Ich finde, die ist in Amerika überlebenswichtig. Rund um die Uhr, also wirklich die ganze Zeit, schreiben die Leute sich SMS. Wer sich mit der Technik nicht so auskennt, muss sich schnell daran gewöhnen. Deswegen sollte man sich darüber lieber vorher informieren. Aber wenn das Handy erst einmal funktionstüchtig ist, dann ist man mittendrin. Dann kannst du dich immer mit Freunden und anderen Austauschschülern austauschen.

Sonne tanken in Florida

Im November bin ich mit meiner Gastfamilie nach Florida gefahren. Auch wenn der Anlass nicht so schön war – es ging um die Beerdigung „meiner“ Uroma – so hatten wir dort trotzdem eine schöne Zeit. Auch konnte ich auf diese Weise einen großen Teil meiner Gastfamilie kennenlernen. Meine Gasteltern sind dann auch noch extra mit mir an den Strand gefahren. Leider waren wir nur für drei Tage dort und mussten dann wieder in das kalte Indiana zurückfahren.

Chicago ist ein Traum!

Einen weiteren Trip habe ich im Dezember gemacht. Zusammen mit einer Gruppe von Austauschschülern bin ich nach Chicago gefahren. Auch wenn es die ganze Zeit geregnet hat, hatten wir alle eine Menge Spaß. Wir hatten große Freiheiten und durften hingehen wohin wir wollten. Zwar war es ziemlich anstrengend, die Stadt zu Fuß zu erkunden, aber Chicago ist ein Traum!! Wenn ich euch eins raten kann: Versucht so viel wie möglich während eures Aufenthalts in Amerika zu sehen. Jede Stadt ist einen Besuch wert.

Lernen, auf eigenen Füßen zu stehen

So, aber was genau habe ich für mich selbst mitgenommen? Ich denke ich habe gelernt, wie es ist, auf eigenen Füßen zu stehen und bin in dieser Zeit viel mutiger geworden. Natürlich habe ich auch mein Englisch verbessert, aber das ist bei all den neuen Freunden nur noch Nebensache. Ich weiß jetzt auch, dass ich eine zweite Familie auf der anderen Seite der Erde habe.

Und was ich euch allen rate, wenn ihr überlegt, ob ihr für ein Schuljahr oder nur für ein halbes gehen sollt: Geht ein ganzes! Mein Schulhalbjahr ist viel zu schnell vorübergegangen. Ich wäre gerne länger geblieben. Dann noch das Allerwichtigste: Wenn ihr mal etwas nicht wisst oder versteht – fragt nach! Amerikaner sind die nettesten Menschen, die ich kenne. Sie helfen immer gerne weiter. Und zuletzt: BE YOURSELF!!

Jule Caesar aus Bremen war mit ICX als Austauschschülerin in Indiana, USA.